Innere Haltungen

Wie du sicherlich bei deinen Ängsten bemerkst, wehrt sich dein ganzes System gegen das Eintreffen deiner Angst. Es will um jeden Preis verhindern, dass diese
Realität wird. Der Grund dafür sind deine inneren Widerstände, die auf bestimmten Haltungen beruhen.
Doch wie können diese Haltungen aussehen? Meistens sind es Gedanken wie:• „Es darf nicht XY passieren.“
• „Mein Leben sollte nicht so verlaufen.“
• „Ich könnte XY nicht akzeptieren.“
• „Mein Leben wäre vorbei, wenn XY eintritt.“
Diese inneren Haltungen wehren sich gegen die Möglichkeit, dass deine Angst eintreten könnte. Es fällt uns schwer, zu akzeptieren, dass XY tatsächlich geschehen könnte – und genau das ist der entscheidende Unterschied, ob wir vor etwas Angst haben oder nicht.Wenn du zum Beispiel keine Angst vor dem Autofahren hast, dann liegt das daran, dass du eine gewisse Haltung in dir trägst, wie:

„Ja, ich könnte theoretisch einen tödlichen Unfall haben, und das wäre nicht schön, aber dann ist es so.“

Dir ist bewusst, dass Autofahren gefährlich sein kann, aber du lebst mit diesem Risiko und entwickelst keinen gedanklichen Widerstand.
Hast du jedoch Angst vor dem Autofahren, liegt das immer an inneren Haltungen wie:

„Ich könnte einen tödlichen Unfall haben, und das darf auf gar keinen Fall passieren!“

Dieser Gedanke erzeugt Widerstand und hält ab diesem Zeitpunkt die Angst dauerhaft aufrecht. Natürlich könnte man jetzt sagen, dass die Angst in gewisser Weise berechtigt ist, da man tatsächlich verunglücken könnte -und das stimmt auch. Aber ebenso könntest du bei deinem nächsten Gang zur Toilette stürzen und auf eine scharfe Kante fallen. Auch das wäre theoretisch möglich. Im Leben gibt es überall Gefahren, die wir akzeptieren müssen. Jeder Mensch könnte jederzeit eine schwere Krankheit bekommen oder in seinem Alltag verunglücken, egal, wie sehr wir uns in unseren vier Wänden einsperren. Doch wenn wir täglich unzählige Risiken eingehen und sie akzeptieren, warum gibt es dann spezifische Angstszenarien, die uns so sehr belasten? Der Grund liegt in der emotionalen Aufladung dieser Szenarien.Nehmen wir wieder das Beispiel des Autofahrens:Vielleicht war dem Fahrer eines Tages während der Fahrt schwindelig, und er konnte einen Unfall nur knapp verhindern. Aus diesem Erlebnis entwickelt sich eine Angst, in der Hoffnung, dass die Angst selbst den Schwindel verhindern wird.

Das Problem dabei: Die Angst vor dem Schwindel verhindert keineswegs, dass dieses Szenario wieder auftreten könnte. Im Gegenteil – starker Stress verstärkt körperliche Symptome oft noch.
Wir glauben, dass der gedankliche Widerstand uns schützt und hilft, doch in Wirklichkeit bewirkt er genau das Gegenteil.
Solange wir diese Haltungen nicht verändern, können wir die Angst nicht überwinden. Deshalb ist es notwendig, die inneren Bewertungen anzupassen. Das hat den entscheidenden Effekt, dass das Grübeln aufhört – wir gießen kein Öl mehr ins Feuer. Erst wenn wir keine neue Energie mehr in die Angst investieren, kann sie langfristig schwinden.
Das Grübeln ist der Treibstoff der Angst und direkt mit den destruktiven inneren Haltungen verknüpft. Je destruktiver diese Haltungen sind, desto stärker und länger grübeln wir.
Der Sinn des Nachdenkens liegt darin, etwas lösen oder verhindern zu wollen. Doch das Problem ist, dass wir bei 99 % der Ängste mit Grübeln keine Lösung finden – im Gegenteil, wir verstärken die Angst nur.
Ändern wir jedoch unsere inneren Haltungen auf die richtige Weise, stoppt das Grübeln automatisch, da es keinen inneren Konflikt und somit kein Problem mehr gibt, das es zu lösen gilt. Dadurch verschwinden die zugehörigen Ängste als natürlicher Nebeneffekt.

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Jakob

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